Finanzierungsmethoden

Finanzierungsmethoden

Wachstumsmittel für gute Ideen

Eine Vielzahl potenter Geschäftsideen wird mangels liquider Mittel nicht oder nur sehr zögerlich in die Tat umgesetzt. Ein kurzer, nicht abschließender Überblick über mögliche Finanzierungsmethoden soll helfen, guten Business-Ideen auf die Sprünge zu helfen.

Bootstrapping

Eine Firmengründung ohne Fremdkapital, die bei nur geringem Eigenkapital die Kosten minimiert und dabei die Erlöse steigert, wird auch Bootstrapping genannt.  Übersetzt bedeutet Bootstrapping in etwa: Schuhe fest zubinden und losmarschieren. Die Vorteile dieser Finanzierungsmethode liegen auf der Hand: Der Gründer behält die volle Kontrolle über das Unternehmen und bleibt gegenüber Banken und Investoren unabhängig. Nachteil: Die knappen finanziellen Mittel verhindern häufig einen raschen und professionellen Marktein- und auftritt.

Crowdfunding

Als moderne, zweckgebundene Finanzierungsform gilt das sog. Crowdfunding. Häufig wird über spezielle Internetplattformen Geld für eine Produktidee, einen Film oder sonstige Projekte von Nutzern eingesammelt. Die Nutzer erhalten dabei keine Unternehmensanteile. Anstelle dessen werden kleine Belohnungen, wie z.B. Gratisprodukte, handsignierte T-Shirts, wertschätzende Nennung der Spender u.v.m. an die Geldgeber vergeben. Neben dem Finanzierungswunsch spielt auch der PR-Gedanke eine wesentliche Rolle. Durch die anprechende Präsentation des Vorhabens wird die Öffenlichkeit bereits in einem frühen Stadium über das Vorhaben informiert und gibt wertvolles Feedback bzw. Feedforward. So nutzen Sie auch die Crowd, die Masse, um z.B. Ihre Produktidee noch weiter dem Markt anzupassen.

Crowdinvesting

Ähnlich wie beim Crowdfunding wird beim Crowdinvesting zumeist eine hohe Anzahl von Geldgebern über spezielle Internetplattformen beworben. Wesentlicher Unterschied: Beim Crowdinvesting erhalten die Geldgeber Geschäftsanteile. Es werden zudem ganze Unernehmensgründungen finanziert – nicht nur Produkte, wie es beim Crowdfunding der Fall ist. Neben dieser, auch Equity-based Crowdfunding genannten Finanzierungsform, gibt es auch die sogenannte Lending-based Crowdfunding Variante, bei welcher der Geldgeber für den Kredit einen festen Zinssatz über die vereinbarte Laufzeit erhält.

Im Folgenden erhalten Sie einige ausgewählte Links zu Crowdfunding- und Crowdinvesting Plattformen. Bitte bedenken Sie, dass die Begriffe Crowdfunding und Crowdinvesting in der Praxis häufig nicht exakt unterschieden werden: Innovestment, Seedmatch, Fundernation, Crowdfunding, Kickstarter, Indiegogo und Startnext.

Venture-Capital

Venture-Capital, auch Risiko- oder Wagniskapital genannt, ist eine Finanzierungsmethode, bei der ein Kapitalgeber (Private-Equity-Gesellschaft) als Gegenleistung Firmenanteile und somit ein Mitspracherecht am geförderten Unternehmen erhält. Großer Vorteil für das empfangene Unternehmen: Diese Finanzierungsform ist im Unterschied zur Darlehensfinanzierung als Eigenkapital zu bewerten. Dadurch wird also gleichzeitig die Chance auf weiters Fremdkapital erhöht. Weiterhin müssen für das Venture-Capital i.d.R. keine Sicherheiten gestellt werden. Zins- und Tilgungszahlungen fallen hierbei nicht an. Das schont (gerade in den Gründungsjahren wichtig) die Liquidität. Nachteilig wird häufig der hohe Druck gesehen, der durch die Kapitalgeber auf die Unternehmer ausgeübt werden kann. Aufgrund des Mitspracherechts des Kapitalgebers ist eine gute (insbesondere zwischenmenschliche) Prüfung zu empfehlen.

Business-Angels

Ähnlich wie die Venture-Capital-Geber verfolgt auch ein Business-Angel eine möglichst hohe Rendite mit seiner Investition in das Businessmodell. Im Unterschied dazu bietet er neben der finanziellen Beteiligung eine aktive Tätigkeit im Unternehmen. Durch das eingesetzte Know-how des Business-Angels und die vorhandenen Kontakte wird häufig ein beschleunigtes Wachstums des Start-ups erzielt. Die Mitsprache- und Kontrollrechte sind bei dieser Finanzierungsmethode häufig geringer als beim Venture-Capital.

Darlehen und Kredite

Eine in Deutschland noch sehr gängige Methode der Gründungs- und Aufbaufinanzierung ist das Bankendarlehen. Auf Grundlage einer gut durchdachten und ansprechend aufbereiteten Businesskonzeption ist die Finanzierung über die Hausbank eine erfoglsversprechende Methode der Fremdkapitalbeschaffung – ausreichende Sicherheiten vorausgesetzt. Über das Hausbankprinzip gelangt der Unternehmer auch an die Fördermöglichkeiten der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau), welche die ERP-Mittel (European Recovering Program) aus dem Marshall-Plan noch heute verwaltet. Auch die Landesbanken (N-Bank, NRW-Bank usw.) halten Fördermöglichkeiten bereit.

Worauf achten Investoren

Investoren und Banken achten schwerpunktmäßig auf:

  • die Unternehmerperson (Auftreten, Qualifikation, Seriosität)
  • ein plausibles Geschäftsmodell
  • Rendite und Wachstumspotential
  • relevante Risiken und geplante Gegenmaßnahmen des Unternehmers

Ein ordentlicher Businessplan hilft dabei, Kapitalgeber und Kreditgeber von dem Vorhaben zu überzeugen. So werden durch einen gründlichen Plan die Hauptursachen für ein Scheitern reduziert, dazu zählen beispielsweise Finanzierungsprobleme (keine Reserven eingeplant, Steuerlast unterschätzt, laufende Zahlungsströme nicht im Überblick) und Absatzprobleme (falsche Preispolitik, Kundenbedürfnisse nicht erfüllt bzw. geweckt, Wettbewerber übersehen oder mangelhafter Vertrieb).

Brehliant unterstützt Sie bei der Entwicklung Ihrer optimalen Finanzierungsstrategie und der Erstellung eines stringenten Businessplans. Über meine Finanzierungspartner ist eine effiziente online Finanzierungsanfrage bei den Banken möglich. Bei Fragen und Anregungen sprechen Sie mich gerne an. Der Aufbau einer professionellen Finanzplanung kann über die BAFA mit dem Förderprogramm „Förderung unternehmerischen Know-hows“ gefördert werden. Sprechen Sie mich dazu gerne an. In einem unverbindlichen Gespräch prüfe ich die Fördermöglichkeiten für Sie.

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Viel Finanzierungs-Erfolg wünscht

Uwe Brehl